18 März 2006

Berlin > Im siebenten Himmel

Berlin > Die Tage habe ich es endlich geschafft, das letzte WeihnachtskalendertürchenBerlin KaDeWe für meinen Schatz einzulösen - den Besuch im KaDeWe. Da ich normal immer jeden meiner Berlin-Besucher dorthin entführe, ist mir dabei ganz entgangen, dass ich da meinen Schatz glatt übergangen habe. Im Gedächtnis kramend, fiel mir ein, dass ich zuletzt dann mit Didka dort gewesen sein musste.

Warum ausgerechnet ein Kaufhaus? Wieso eigentlich das KaDeWe werden sich einige jetzt fragen? Was ist an einem Konsumtempel schon so sehenswert, vor allem wenn er nicht ganz jedermanns Preisklasse entspricht?

Berlin KaDeWeDas KaDeWe gehört neben dem Harrods in London einfach zu den schönsten und größten Kaufhäusern Europas. Im Jahre 1907 eröffnet, beherrscht der imposante Konsumtempel von Emil Schaudt damals wie heute den Wittenbergplatz. Auf sechs Etagen bietet es zahlreiche Abteilungen für willige Käufer. Aber was macht den Reiz für den Schaulustigen aus?
Schon beim Betreten wird einem die Exklusivität des Hauses offenbar. Der Informationsstand mitsamt dem Kaufhausdiener gleicht einer Rezeption eines Luxushotels. Wenige Schritte weiter ertrinkt man, umworben von Verkäufern die gerade einem Hochglanz-Modeblatt entsprungen sein müssen, im Licht und in den Gerüchen hunderter Parfümsorten.
Doch das eigentliche Ziel ist der siebente Himmel oder genauer gesagt die 6. Etage - die Feinschmeckerabteilung - die wohl größte Lebensmittelabteilung der Welt - und der Wintergarten unter dem Dach. Jeden, den ich bis da oben mitgeschleift hatte, ist bisher diesem Zauber erlegen. Sogar als selbsternannte Stadtführerin, die diesen Ort zum wiederholten Male besucht, bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert.
Um nicht den Überblick zu verlieren, steuere ich gezielt den gewohnten Weg, immer links entlang, geradewegs auf die Fischabteilung zu. Eine Art Highlight für sich. Mit diesem ersten Blick auf ein Art Aquarium, bei dem man fast vergisst, dass all die dekorativ drapierten Exoten schon ihr Leben lassen mussten, habe ich dann spätestens den letzten zweifelnden Besucher überzeugt und das Staunen ist ihm geradezu ins Gesicht geschrieben. Wer es lieber süßer mag, dem läuft dann spätestens bei all den kleinen Törtchen und Pralinen, jedes für sich ein kleines Meisterwerk, das Wasser im Mund zusammen. Und bei all den Obst- und Gemüsevariationen, dessen Namen man noch nie gehört hat, verspürt man fast schon etwas Fernweh in sich.
Für den hungrigen Mann an meiner Seite war das Ganze dann wohl doppelt erschlagend, zumal man sich bei den Preisen jegliches Hungergefühl verkneift. Ergo entführte ich ihn in den Wintergarten mit dem tollen Blick auf die Tauentzienstraße und die Gedächtniskirche und spendierte uns als krönenden Abschluss einen Kaffee mit Erdbeertörtchen, Mousse au Chocolat und dem unbezahlbaren Gefühl, im siebenten Himmel angekommen zu sein.

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Posted by apricum at Samstag, März 18, 2006

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